Allgemein

Das Evangelium steht und fällt mit sola scriptura

20. Januar 2017

Im folgenden könnt ihr ein Kapitel meiner Bachelorarbeit lesen.

1.       EINE HISTORISCHE REFLEXION ZUR NOTWENDIGKEIT VON SOLA SCRIPTURA

Dem Glauben an die Suffizienz der Schrift standen bereits zur Reformationszeit zwei Oppositionen gegenüber, und zwar die Lehre der römisch-katholischen Kirche und das Offenbarungsverständnis der sogenannten Enthusiasten bzw. Schwärmer.[1] Luther und Calvin hielten die Frage nach der suffizienten Offenbarungsquelle für den entscheidenden Punkt, der den Glauben und die praktische Lebensführung des Christenmenschen determiniert. Was also sowohl in der römischen Kirche als auch im Schwärmertum gemäß der Reformatoren im Argen lag, wurde von ihnen auf die Haltung zur Schrift zurückgeführt.[2] Aufgrund des Umfangs kann dieses Thema nur exemplarisch behandelt werden. Als Beispiel wird die Schrift „Untertäniges Mahnschreiben an den unüberwindlichen Kaiser Karl den Fünften, an die erlauchten Fürsten und übrigen Stände auf dem Reichstag zu Speyer, sich mit rechten Ernst an die Erneuerung der Kirche zu machen“ von Calvin betrachtet.[3] Dieses Schreiben des Genfer Reformators spricht die Fehlentwicklungen der römisch-katholischen Kirche in Bezug auf den ‚rechten Gottesdienst‘ wie auch das Heil der Menschen unter dem Gesichtspunkt der Schriftfrage an. In seiner Vita Calvini schreibt Beza, dass es seiner Ansicht nach, keine solidere Abhandlung zu diesem Thema aus der Reformationszeit gibt, als das Schreiben Calvins an Karl V.[4]

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Zitate

James White über Calvinismus

22. November 2016

„Ich bin ein Calvinist, weil ich durch das konsequente Anwenden der gleichen exegetischen Methodik, mit der ich die Gottheit Christi, die Person des Heiligen Geistes, die Lehre der Dreieinigkeit, die [leibliche] Auferstehung und die Genügsamkeit der Heiligen Schrift verteidige, zum Standpunkt reformatorischer Theologie getrieben werde.“ – Dr. James White

Zitate

„The praying Payson“

14. November 2016

„[Edward] Payson von Portland hatte einen harten Holzboden in seinem Gemach und nach dem er starb fand man darin zwei lange Kerben direkt an seinem Bett und als sie seinen Leichnam wuschen entdeckten sie zwei große Narben an seinen Knien. Payson hat so lange Gebet und Fürbitte geleistet bis er die Male in den Boden grub.“ ~ Leonard Ravenhill

Featured, Predigten

1Joh 4,7-21: Sicher durch Gottes Liebe

26. Oktober 2016

These: „Wer von Gottes Liebe ergriffen ist, der liebt seinen Bruder, kennt die Wahrheit und steht sicher darin.“

Gliederung 1Joh 4,7-21:

These (V. 7+8)

  1. Gottes Liebe (V 9+10)
  2. Bruderliebe (V. 11+12)
  3. Liebe und Wahrheit (V. 13-16)
  4. Liebe und Sicherheit (V. 17-19)

Fazit (V. 20+21)

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Gedankensprünge

Was haben Glaube und Wille gemein?

2. September 2016
„Errettender Glaube ist in seiner Wurzel nicht eine Entscheidung, sondern das Erkennen/Sehen von unwiderstehlicher, alles übertreffender, völlig erfüllender Schönheit.“ – John Piper
 
Eines der größten Probleme in der Diskussion um soteriologische Lehrfragen und deren praktischen Implikationen ist die Gleichsetzung von Wille und Glaube. Es handelt sich dabei nicht um synonyme Begriffe, nicht einmal um ähnliche, Glaube und Wille sind zwei völlig verschiedene Kategorien. Doch obwohl sie einander nicht entsprechen besteht eine wichtige Korrelation, denn was wir glauben bestimmt zwangsläufig unser wollen. Wenn du Christus und sein Werk erkannt hast, dann glaubst du an ihn und daraus folgt, dass du ihm nachfolgen willst. Wer nicht sieht, der wird auch nicht glauben und wer nicht glaubt wird auch nicht Christ sein wollen. Die Frage ist also kann man Christus erkennen ohne an ihn zu glauben und kann man an ihn glauben ohne ihn zu wollen?